Aus welchem Edelstahl fertigen Sie Bodenabläufe für Pharmazie und chemische Labore?
Wir verwenden Edelstahl V4A (1.4404 / AISI 316L). Der Molybdän-Zusatz erhöht die Beständigkeit gegen Chlor, Säuren und Salz – ideal, wo Böden und Abläufe mit aggressiver Chemie in Kontakt kommen. Bei milderen Bedingungen ist auch V2A (1.4301 / AISI 304) möglich.
Warum empfehlen Sie für Laborumgebungen V4A statt V2A?
V2A (1.4301 / AISI 304) ist der hygienische Standard, doch bei Chloriden, Säuren und Salzen ist V4A (1.4404 / AISI 316L) vorteilhafter. Molybdän verbessert die chemische Beständigkeit und verlängert die Lebensdauer von Rinnen und Bodenabläufen in Laboren und pharmazeutischen Betrieben.
Welchen Bodenbelag empfehlen Sie für chemische Labore zusammen mit der Entwässerung?
Edelstahl-Entwässerungssysteme sollten mit chemikalienbeständigen, leicht zu reinigenden Belägen kombiniert werden. Wir setzen fugenlose Epoxid- und Polyurethan-Zement-Beschichtungen Ucrete (bis 120 °C) ein – hygienisch und auf die jeweiligen Belastungen und Chemikalien abgestimmt.
Erfüllen Ihre Entwässerungssysteme die Hygienestandards der Pharmazie?
Ja. Die Produkte besitzen PZH-Zulassung und das Unternehmen ist EHEDG-Mitglied, was hygienegerechte Konstruktion bestätigt. Die Bauweise unterstützt HACCP-Konformität – glatte Oberflächen und TIG/MIG-Schweißnähte erleichtern die Reinigung und reduzieren Ablagerungen.
Welche Arten von Bodenabläufen setzen Sie in pharmazeutischen Betrieben ein?
Wir bieten Schlitzrinnen mit 8–20 mm Schlitzbreite sowie Bodenabläufe in Lastklassen B125 bis F900. Die Lösungen werden an Verkehrsbelastung, Reinigungsart und Hygieneanforderungen von Produktions- und Laborräumen angepasst und fugenlos mit dem Boden verbunden.
Liefern Sie Materialzeugnisse für den verwendeten Edelstahl?
Ja. Auf Wunsch stellen wir Werkszeugnis 3.1 nach EN 10204 aus, das Zusammensetzung und Eigenschaften des Edelstahls (V2A oder V4A) bestätigt – wichtig in der Pharmazie, wo dokumentierte Chemikalienbeständigkeit zählt.