Eine CIP-Station hat ihre eigenen Anforderungen. In kurzer Zeit kann große Wassermengen durch die Anlage fließen, zusammen mit den Reinigungsmitteln der einzelnen Phasen. Temperatur, Zusammensetzung und Abflussintensität ändern sich. All das muss zuverlässig aufgenommen und abgeführt werden.
Bei der Planung der Entwässerung reicht die Angabe „hier steht eine CIP-Station“ nicht aus. Entscheidend sind erwarteter Durchfluss, Rohrdurchmesser, Mediumtemperatur und eingesetzte Chemie. Ebenso wichtig ist die Lage des Ablaufs zur Boden- und Kanalisationsebene.
Manchmal genügt ein Bodenablauf nahe dem Austrittspunkt. An anderen Stellen ist eine Rinne die bessere Lösung. Oft arbeiten beide Systeme kombiniert.
B&K Group plant und fertigt Edelstahl-Entwässerungssysteme für Industriebetriebe. Für CIP-Stationen erstellen wir Lösungen auf Basis der Anlagendokumentation und der Betriebsbedingungen.
CIP (Cleaning in Place) ermöglicht die Reinigung von Rohrleitungen, Tanks und produktberührenden Anlagenteilen ohne Demontage.
Für die Entwässerung zählt der Moment, in dem das Medium die Anlage verlässt.
Der Austritt kann kurz und intensiv sein. Wasser tritt nicht allmählich auf, sondern in definierter Menge innerhalb eines Zeitfensters. Schafft der Ablauf die Aufnahme nicht, staut sich das Medium oder läuft über.
Deshalb ist der Spitzenabfluss entscheidend. Der durchschnittliche Schmutzwasseranfall einer Schicht sagt nichts darüber aus, welche Menge in der kritischsten Phase bewältigt werden muss.
Die Planung mit der Kanalabmessung beginnt am falschen Ende.
Erst die Anlagendaten sind relevant: Mediummenge, Austrittszeit, Rohrdurchmesser, Temperatur und Reinigungsmittel. Ebenso wichtig sind Lage der Station zur Kanalisation und Art der Medienzuführung.
Bei Modernisierungen sind viele Parameter bereits festgelegt. Boden, Geräte, Rohrverläufe und bestehende Kanalanschlüsse lassen sich oft nicht ohne großen Aufwand verändern. Die Lösung muss in die vorhandene Halle passen.
Bei Neubauten können Lage der Bodenabläufe, Rinnenverlauf, Bodenabfall und Kanalanschlüsse noch mit der Technik abgestimmt werden. Dadurch verkürzt sich der Weg des Mediums und spätere Änderungen werden vermieden.
Die sichtbare Rostgröße allein sagt noch nicht, wie viel Wasser das gesamte System aufnimmt.
Entscheidend sind Aufbau des Ablaufs oder der Rinne, Ablaufrohrdurchmesser, Lage, Gefälle und Kapazität der nachfolgenden Kanalisation. Begrenzt ein Element den Durchfluss, hilft eine größere Rinne davor nicht.
Es kann eine Rinne geben, die das CIP-Medium problemlos aufnimmt, und trotzdem staut sich Wasser. Ursache kann der Ablauf oder ein nachfolgender Kanalabschnitt sein. Die Aufnahmekapazität muss daher für den gesamten Weg des Mediums betrachtet werden.
Verlässt das Medium die Anlage an einem definierten Punkt, ist eine punktuelle Aufnahme sinnvoll.
Ein industrieller Bodenablauf lässt sich nahe am Austritt platzieren und auf die abzuführende Menge auslegen. Dadurch verkürzt sich der Weg über die Bodenplatte.
Neben der Aufnahmekapazität zählen Reinigungszugang, Einbindung in den Boden und Ablaufrohrdurchmesser. B&K Group liefert Bodenabläufe mit herausnehmbarem Geruchsverschluss und Schmutzkorb, die ohne Demontage des gesamten Ablaufs entnommen werden können.
Erscheint Flüssigkeit auf größerer Fläche, läuft sie von mehreren Stellen ab oder wird die Zone intensiv gereinigt, bietet eine Rinne eine größere Aufnahmefläche als ein einzelner Bodenablauf.
Sie kann entlang von Anlagen verlaufen, die Produktionszone queren oder dort liegen, wo der Bodenabfall das Wasser hinführt. Länge, Breite und Ablaufposition ergeben sich aus Hallengeometrie und abzuführender Menge.
B&K Group fertigt Abwasserrinnen aus Edelstahl auch in projektspezifischen Abmessungen. Die angegebenen Lastklassen reichen von A15 bis F900; Material und Blechstärke werden der geforderten Klasse angepasst.
Das ist in Zonen mit internem Transport wichtig. Eine Rinne unter einem Bedienungsbereich unterliegt anderen Belastungen als eine Rinne unter Fahrzeugverkehr. Die Lastklasse muss daher auf die tatsächliche Nutzung abgestimmt sein.
Bodenablauf und Rinne schließen einander nicht aus. In einer Zone kann der punktuelle Ablauf den CIP-Austritt aufnehmen, während die Rinne das Reinigungswasser der Geräte und Böden ableitet.
Schlitzrinnen eignen sich, wenn keine große offene Aufnahmefläche erforderlich ist. Sie beanspruchen wenig Bodenfläche und lassen sich entlang von Anlagen oder definierten Zonenabschnitten führen.
Bei hohem Spitzenabfluss muss geprüft werden, ob die Konstruktion ausreichend schnell aufnimmt. Bei einem einzelnen starken Austritt kann eine Kombination aus Schlitzrinne und separatem Aufnahmekasten sinnvoll sein.
Die Entwässerung an CIP-Stationen kommt mit dem Medium in Kontakt, das nach den Reinigungsphasen austritt. Dieses Medium hat nicht immer Umgebungstemperatur.
Im Prozess können saure und alkalische Mittel, unterschiedliche Konzentrationen und erhöhte Temperaturen auftreten. Diese Daten müssen vor der Materialwahl bekannt sein, da „Edelstahl“ allein zu ungenau ist.
B&K Group verwendet V2A- und V4A-Stahl. V2A ist für übliche industrielle Anwendungen geeignet, V4A für aggressivere chemische Umgebungen.
Für eine konkrete Anlage muss das Material jedoch an die tatsächlichen Betriebsbedingungen angepasst werden: Medium, Chemie, Konzentration und Temperatur.
Der Unterschied zeigt sich bereits zu Beginn des Projekts. In einer neuen Halle können Technik, Boden, Kanalisation und Entwässerung parallel entstehen. Ist der Standort der Station und die Austrittsführung bekannt, lassen sich Lage der Bodenabläufe und Rinnen sofort festlegen.
In einem laufenden Betrieb ist der Spielraum geringer. Die CIP-Station wird nicht nur wegen eines günstigeren Ablaufstandorts verschoben. Gleiches gilt für bestehende Kanalanschlüsse und Bodenkonstruktion. Zuerst ist zu prüfen, welche Elemente ohne Eingriff in den Prozess geändert werden können.
Manchmal reicht eine Umgestaltung der punktuellen Aufnahme. In anderen Fällen wird ein neuer Rinnenabschnitt oder ein Sonderbauteil erforderlich. Maßfertigung ermöglicht die Anpassung an die vorhandene Halle statt umgekehrt.
Zwei Stationen mit vergleichbarer Leistung müssen nicht dieselbe Umgebung haben. Unterschiede bestehen in Geräteposition, Rohrverläufen, Kanalisation, Bodenaufbau und verfügbarem Ablaufplatz. Bei solchen Projekten ist die Möglichkeit der Maßfertigung von praktischem Nutzen.
B&K Group realisiert auch Sonderaufträge und arbeitet mit technischer Dokumentation. Akzeptiert werden unter anderem DWG-, DXF-Dateien und Skizzen.
Daraus lassen sich Geometrie der Rinnen und Bodenabläufe, Lage der Abläufe und Einbindung in die Zone ableiten.
Beim ersten Kontakt ist kein vollständiges Ausführungsprojekt erforderlich. Grundriss, Lage der CIP-Station und verfügbare Austrittsdaten reichen für den Projektstart.
CIP-Stationen kommen unter anderem in Brauereien, Molkereien, Abfüllanlagen, Fleischverarbeitungsbetrieben und anderen Lebensmittelproduzenten zum Einsatz. B&K Group liefert Entwässerungssysteme unter anderem für Fleisch- und Fischverarbeitung, Brauereien und Weingüter sowie Getränkeabfüllung.
Die Bedingungen in diesen Betrieben sind jedoch nicht identisch.
In einer Brauerei verläuft der Prozess anders als in einer Molkerei. Eine Abfüllanlage hat eigene Linienführungen, und in einem Fleischbetrieb kann die Entwässerung der CIP-Zone gleichzeitig mit der Aufnahme von Reinigungswasser aus intensiver Boden- und Gerätereinigung arbeiten.
Bei der Planung zählt daher weniger die Branchenbezeichnung als der konkrete Prozess. Kennt man die Austrittsdaten und die Zonengeometrie, lässt sich die passende Lösung auswählen.
Bei CIP-Stationen stehen zuerst Austritt und Aufnahmeort im Vordergrund. Danach erfolgt die Entscheidung über Art, Abmessungen, Material und Einbindung in die Kanalisation.
B&K Group plant und fertigt Edelstahl-Entwässerungssysteme für Industriebetriebe. Je nach Projekt kann die Lösung aus einem einzelnen Bodenablauf, einer Rinne oder mehreren Elementen bestehen.
Planen Sie eine CIP-Station oder modernisieren eine bestehende Anlage? Senden Sie die technische Zeichnung und die verfügbaren Austrittsdaten. Auf dieser Basis erstellen wir eine auf den jeweiligen Einsatzort abgestimmte Entwässerung.

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